Seltene Rassen bewahren

Nicht nur Wildtiere sind gefährdet, auch Haustierrassen sind vom Aussterben bedroht. In der höchsten Kategorie der extrem gefährdeten Nutztierrassen sind unter den Hühnern zwölf Rassen gelistet: Andalusier, Augsburger, Bergische Kräher, Bergische Schlotterkämme, Deutsche Langschan, Dominikaner, Krüper, Minorka, Nackthalshühner, Plymouth Rock, Ramelsloher und Sachsenhühner. Bei den Gänsen sind es die Deutsche Legegans, Leinegans und Lippegans und unter den Enten stehen die Aylesburyente und die Rounenente ganz oben auf der Roten Liste. Warum ist es so wichtig, alte Rassen zu erhalten? Und hat es nicht auch gute Gründe, dass sich kaum noch Züchter*innen für diese Rassen begeistern? Manche alte Rasse stellt tatsächlich höhere Anforderungen an die Zucht, wenn zum Beispiel die Frabe oder Kammform intermediär vererbt wird. Aber viele Züchter*innen suchen gerade die Herausforderung und lassen sich nicht von einer etwas anspruchsvolleren Erbfolge abschrecken. Manche Rasse entspricht vielleicht nicht dem Schönheitsideal der Zeit. Letzlich bleibt es wohl ein offenes Rätsel, warum einige Rassen kaum noch gezüchtet werden. Sie zu erhalten, ist auf jeden Fall sinnvoll. Denn im Wandel der Zeit gibt es immer wieder Herausforderungen. Plötzlich wird eine Eigenschaft händeringend gesucht, der jahrzehntelang niemand Aufmerksamkeit geschenkt hat. Deshalb ist es so wichtig, dass die genetische Vielfalt möglichst groß ist. Sollten Sie sich für eine seltene Rasse interessieren, unterstützen wir Sie gerne bei der Suche nach Bruteiern oder Zuchttieren und selbstverständlich bei Fragen zu Aufzucht und Haltung!